Triple Performance
Leistungsfähigkeit bzw. Performance wird definiert als das Mass dessen, was zur Erreichung von Zielen oder erwarteten Ergebnissen beiträgt. Hier bezieht sie sich auf die Bewertung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zustände eines landwirtschaftlichen Systems.
Die Triple Performance bildet somit den Zustand der drei Säulen der nachhaltigen Entwicklung ab. Sie ist erreicht, wenn ein System (i) mittel- und langfristig übertragbar ist und eine lebensfähige Produktion sowie ein stabiles Einkommen generiert, (ii) die natürlichen und produktiven Ressourcen nicht beeinträchtigt und nach einer minimalen Umweltbelastung strebt, und schliesslich (iii) zum Wohlergehen der Menschen und zur Entwicklung der Region beiträgt, während gleichzeitig ein ethischer Ansatz verfolgt wird (Lösungen für Probleme wie körperliche Belastung, Risikofaktoren, Arbeitsbelastung usw.). Ein System erreicht diese Triple Performance, indem es über einen systemischen Ansatz mehrere komplementäre Hebel gleichzeitig nutzt, anstatt sich auf einen einzigen zu konzentrieren.
Auf landwirtschaftlicher Ebene führen die neuen ernährungsbezogenen und ökologischen Herausforderungen dazu, dass die Akteure (Maschinenindustrie, Landwirtschaft, Beratung, Forschung usw.) Innovationen vorantreiben. Neue Werkzeuge und Anbaumethoden entstehen und ermöglichen es den Landwirt/-innen, sich in Richtung Agrarökologie zu entwickeln. Dabei versuchen sie, ihre Agrarökosysteme neu zu konzipieren, indem sie auf deren Funktionalitäten setzen, wie etwa die Stärkung biologischer Regulierung oder die Autonomie bei den Betriebsmitteln. Funktionalitäten bevorzugen systemisches Denken, das den landwirtschaftlichen Betrieb in seinen verschiedenen Dimensionen betrachtet: Dynamik der Ökosysteme, regionale Verankerung, Einbindung in die Wertschöpfungsketten usw.
Die Umsetzung dieser Prinzipien unter guten Bedingungen führt naturgemäss zu einer Verbesserung dieser Triple Performance. Darüber hinaus veranlasst das Thema öffentliche Gesundheit (ein wachsendes Anliegen der Gesellschaft), die verschiedenen Akteur/-innen heute dazu, sich der sogenannten Quadrupel Performance zuzuwenden.
Weitere Informationen
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Machenaud G., Klein P., Terrien F., Pasco E. 2014. Agroéquipements et triple performance : freins et leviers pour la transition écologique. ABSOconseil, Centre d’Études et de Prospective du Ministère de l’Agriculture, de l’Agroalimentaire et de la Forêt (MAAF).rapport final. 137p.
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