Konservierende biologische Schädlingsbekämpfung
Die konservierende biologische Schädlingsbekämpfung ist eine Form des biologischen Pflanzenschutzes gegen Schädlinge. Sie besteht darin, Schädlingspopulationen zu steuern, indem natürlich vorkommende Gegenspieler geschützt und gefördert werden. durch den Erhalt oder die Schaffung von Lebensräumen, die die benötigten Ressourcen bereitstellen. Diese Form der Schädlingsregulierung ist Teil des integrierten Pflanzenschutzes und stellt eine besonders ausgeprägte agrarökologische Form der biologischen Schädlingsbekämpfung dar. Sie basiert auf der gezielten Veränderung der Umwelt und/oder der Bewirtschaftungspraktiken.
Eine Kultur kann für Nützlinge während eines Teils ihres Lebenszyklus als Lebensraum dienen (Nahrungsquelle, Möglichkeit zur Eiablage). Für die vollständige Durchführung ihres Entwicklungszyklus benötigen diese Organismen jedoch Lebensräume, die zusätzliche und ergänzende Ressourcen zu denjenigen bereitstellen, die durch die Kulturpflanzen selbst angeboten werden.
Die Strategie besteht daher darin, die natürlich vorkommenden Nützlinge zu fördern, indem in der Umgebung von zu schützenden Parzellen Strukturelemente erhalten oder geschaffen werden (Hecken, Gräben, Brachflächen, Blühstreifen…). Diese Strukturen stellen Ressourcen bereit, die für verschiedene Phasen ihres Lebenszyklus erforderlich sind (Pollen, Nektar, alternative Beutetiere oder Wirtsorganismen, Mikrohabitate als Rückzugsorte und Überwinterungshabitat…). Kommt es in einer Kultur zu einem Befall durch Schädlinge, können die bereits im Ökosystem vorhandenen Nützlinge die aufkommende Schädlingspopulation rasch als Nahrungsquelle nutzen und regulieren. Ein Beispiel hierfür ist die Schwebfliege Episyrphus balteatus (Diptera: Syrphidae): Die adulten Tiere ernähren sich als Blütenbesucher von Pollen und Nektar, während ihre Larven Blattläuse erbeuten. Spontane oder gezielt angelegte Vegetationsstrukturen, die diese Ressourcen bereitstellen, fördern ihre Präsenz sowohl in den Kulturflächen als auch in deren Umgebung. Blattlauspopulationen können dadurch leichter reguliert werden. Da diese Bekämpfungsmethode die Erhaltung oder Wiederherstellung der natürlichen Lebensräume der Nützlinge erfordert, fördert sie eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Landwirtschaft.
Weitere Informationen
Ephytia, 2016. Fiche 2 : Lutte biologique par conservation
Plateforme d’échange pour la mise en pratique de l’agroécologie – OSAE. Lutte biologique par conservation et gestions des habitats . Synthèse technique, 18p.


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