Klimasmarte Landwirtschaft
Die klimasmarte Landwirtschaft (im internationalen Kontext Climate-Smart Agriculture, CSA) ist ein integrierter Ansatz, der darauf abzielt, landwirtschaftliche Systeme an den Klimawandel anzupassen (Anstieg der Durchschnittstemperaturen, häufigere Extremereignisse usw.). Die Ziele der klimasmarten Landwirtschaft sind es, die Anpassung an diese Veränderungen (Adaptation) und die Minderung von Emissionen (Mitigation) zu fördern und gleichzeitig die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
Im Kontext des Klimawandels sind die Versorgungskapazitäten mit Nahrungsmitteln gestört und anfällig. Ziel ist es daher, Produktionssysteme so anzupassen, dass ihre Anfälligkeit gegenüber kurzfristigen Risiken reduziert wird und zugleich ihre Resilienz gegenüber langfristigen Störungen gestärkt wird. Parallel dazu verfolgt die klimasmarte Landwirtschaft das Ziel, den Klimawandel zu begrenzen. Dies geschieht durch die Reduktion von Treibhausgasemissionen und durch eine verstärkte Kohlenstoffspeicherung in Böden und Biomasse.
Um diese Ziele zu erreichen, muss die klimasmarte Landwirtschaft auf zwei Ebenen gedacht werden, wobei die lokalen ökologischen, ökonomischen und sozialen Potenziale gezielt genutzt werden sollten. Ein lokaler Ansatz ermöglicht die Entwicklung technischer und wissenschaftlicher Lösungen für Produktionssysteme. Die Förderung von Agroforstsystemen, ein angepasstes Bodenmanagement oder die permanente Bodenbedeckung sind Beispiele für Massnahmen zur Emissionsminderung. Agrarökologische Praktiken wie die Diversifizierung von Kulturen und die konservierende Bodenbearbeitung stellen wichtige Anpassungsstrategien dar, da sie Erosion begrenzen und die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen maximieren. Ebenso kann die Züchtung oder Auswahl von Sorten gefördert werden, die gegenüber häufiger auftretendem Wasserstress tolerant sind oder diesem ausweichen. Darüber hinaus ist eine systemische Perspektive auf regionaler Ebene entscheidend, um die Abstimmung zwischen den Akteuren zu verbessern, eine nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen zu fördern und Produktions-, Finanzierungs- sowie Konsummuster neu zu gestalten. Dies erfordert Synergien von privaten und öffentlichen Finanzierungsmechanismen und eine Kohärenz zwischen der Agrarpolitik, der Ernährungssicherung und den Klimaschutzstrategien.
Weitere Informationen
ADEME, I-CARE & Consult. 2016. Sols et changement climatique. : impacts et adaptation. État des lieux de la recherche et identification de pistes de recherche. Rapport final. 97p.
Caroli T. 2013-2014. 5ème rapport du GIEC sur les changements climatiques et leurs évolutions futures. Site web consulté le 4 avril 2025.
Organisation des nations unies pour l’alimentation et l’agriculture (FAO). L’agriculture intelligente face au climat. Site web consulté le 4 avril 2025.
Réseau action climat France. 2023. Synthèse du 6e rapport du GIEC : l’urgence climatique est là, les solutions aussi
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